Fibre Channel Backbone Netzwerke für SAN – Server Umgebungen

Fibre Channel (FC) ist ein Übertragungssystem, das für Speichernetze (Storage Area Networks) eingesetzt wird. Ursprünglich sollte es in LAN-Backbones Fast-Ethernet und FDDI ablösen. Hier hat sich allerdings Ethernet und TCP/IP durchgesetzt, weshalb es von Fibre Channel auch die Varianten Fibre Channel over IP (FCIP) und Fibre Channel over Ethernet (FCoE) gibt.

Fibre Channel ist eine logische Erweiterung des SCSI-Busses. Es überträgt SCSI-Befehle und Daten in serieller Form in einem Storage Area Network (SAN). Im Gegensatz zum SCSI-Bus ist Fibre Channel ein serielles Netz mit Knoten, Switches und anderen Kopplungselementen. Im Gegensatz zur Protokoll-Kombination aus TCP/IP/Ethernet besteht das FC-Protokoll aus einem Guss. Dadurch ist es sehr effizient. Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit weite Entfernungen mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit zu überbrücken.

Fibre Channel ist Übertragungssystem gedacht, um Server mit entfernten Speichergeräten zu verbinden. Damit etabliert sich neben TCP/IP over Ethernet eine eigenständige Netzwerktechnik. Vorteil von Fibre Channel ist die Optimierung des Transfers von Massendaten, also blockorientiertem Datentransfer. Diesen Vorteil gegenüber Ethernet führte dazu, dass Fibre Channel das am häufigsten verwendete Verbindungsmedium in SANs (Storage Area Networks) ist. Als Verbindungsmedium ist Fibre Channel auf den höheren Schichten des OSI-Schichtenmodells auf ein anderes Protokoll angewiesen. Z. B. das erwähnte SCSI oder sogar IP. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass an Treibern und Software nur geringfügige Änderungen erforderlich sind.

Fibre Channel hat eine Nutzdatenauslastung von über 90%, während z. B. Ethernet nur zwischen 20 und 60% der maximal möglichen Übertragungsrate mit Nutzlast belegen kann.

Vorteile:

serielle Übertragungstechnik

geringe Fehlerrate

geringe Latenz

Implementierung in der Hardware